* Gedichte * 1 *                          

... weil ein Engel nicht weint  !

 

Die Tränen des Himmels im glänzenden Licht,

gebrochenes Herz, doch ein Engel weint nicht!

Denn trotz diesem Schmerz liegt Hoffnung im Weg,

weil egal wie viel Leid es doch weiter geht.

 

Im Zeichen der Liebe gab’s nur den Betrug,

er nahm Dir den Stolz und das ist genug.

Wenn ohne zu denken Dich jemand betrügt,

kannst Du sicher sein, dass er immer lügt.

 

Du wirst wieder lachen, wenn die Sonne Dir scheint,

Du wirst es vergessen, weil Dein Engel nicht weint!

 

Lass ihn einfach gehen, denn er kommt nicht weit,

es gibt einen Tag, an dem er es bereut.

Doch so was wie Dich hat er nicht verdient,

wenn gefühllos er Dir das Wertvollste nimmt.

 

Ich wünsche mir sehr, dass Du ihn vergisst

und auch Du selbst Dir sicher bist,

dass ganz bestimmt ein anderer Mann,

Dir seine Liebe ehrlich zeigen kann!

 

Du wirst wieder lachen, wenn die Sonne Dir scheint,

Du wirst es vergessen, weil Dein Engel nicht weint!

 

Ein Engel für Dich, der passt auf Dich auf

und Du glaub ganz fest an den Schicksalsverlauf.

Er ist es nicht wert – warum weiß ich nicht,

...ich weiß nur, dass Du etwas ganz Besonderes bist!

                                                                        (c.s.)

 



                                   

                                       ( "Herzenswärme" wurde 2013 vom EPLA Verlag veröffentlicht)

     Gebrochene Flügel

 

Vielleicht in einer fernen Zeit,

an einem Ort, den keiner kennt,

ein Flug in die Unendlichkeit,

doch immerzu auch gegen den Wind.

 

Denn dieser nimmt sich seine Stärke

und tobt mit einer großen Kraft,

in Deinem Leben voller Härte,

so lang, bis er Dich mutlos macht.

 

So schlägt das Schicksal hemmungslos

und ohne Rücksicht auf Dich ein,

Dein Ziel ist fern und riesengroß,

Du kämpfst im Zweifel ganz allein.

 

…und führt die Reise auch ins Licht,

suchst Du vergeblich einen Halt,

doch wenn der Wind dann diesen bricht,

Dein Flehen nur im Sturm verhallt.

 

Weit weg von dem, was man erlebt,

in einer Welt voll Harmonie,

sind Träume fast Realität

und ahnungslos im Déjà-Vu.

 

Vielleicht in einer fernen Zeit,

an einem Ort, den keiner kennt,

ein Flug führt in die Ewigkeit,

wenn Flügel nicht gebrochen sind.

                                   (c.s.)  

 

 

… und der Himmel schweigt!

 

Ein kleiner Satz ist bindend

- fürs Leben und für mich,

was Liebe sonst nie findet:

„Ich würde sterben – nur für Dich!“

 

Als ich Dir dies versprach,

nahmst Du mich in den Arm,

Du wolltest mir nicht glauben

und sahst die Tränen dann.

 

Wie soll ich denn verhindern,

zu fühlen, was ich fühl‘,

ich mich in keinen anderen

verlieben kann und will?!

 

Fühl mich wohl in Deiner Nähe,

fühl mich ohne Dich ganz leer,

warum bist Du nicht bei mir

und warum ist es noch so schwer?

 

... und jeder Tag ist so verloren,

jede Nacht ist ohne Wert,

ich wache auf, ruf‘ Deinen Namen

und ich weiß, dass Du es hörst.

 

Such‘ im Traum nach Deinen Armen,

das ist alles, was mir bleibt,

spüre sanft dann Deine Wärme                 

                 ... und der Himmel schweigt !

                                                           (c.s.)

 

(Die Originalversion von "... und der Himmel schweigt" wurde im Juni 2013 vom EPLA Verlag veröffentlicht)

 

 

EISBERGE IM FEUERLAND

 

 

Durch Nebelwolken zart zu sehen,

vereiste Berge, die im Feuer stehen,

die ungeweinten Tränen bilden eine kühle Wand

und halten ganz bewusst auch dieser Hitze stand.

 

Bewegungslos ertragen sie so manche Hinterlist

und bau‘ n ein neues Land, das der Antarktis ähnlich ist.

An einem Ort, der hier noch keinen Namen hat

wird jeder Regentropfen zur neuen Heldentat.

 

Die Flammen schlagen weiter und ungehindert heiß,

doch wird in diesem Klima das Wasser schnell zu Eis.

Die Berge werden größer, so oft der Himmel weint,

die Traurigkeit des Horizonts ganz klar darin erscheint.

 

Ein Eisberg ohne Seele hat längst sein Herz verlor‘ n

und wird im Wendekreis der Nacht zur kleinen Sensation,

denn unfassbar für alle hat Feuer keine Chance,

das Schutzschild für Gefühle ist pure Arroganz.

 

Ein gläserner Kontrast versteckt die Zärtlichkeit,

beherrscht als Gegensatz die wahre Wirklichkeit,

setzt damit seine Zeichen und bleibt doch unerkannt

und alles was wir sehen sind Eisberge im Feuerland.

                                                        (c.s.)

Ein schönes Gefühl

Auf keinen Fall, das glaub ich nicht

und doch hat es mich gleich erwischt,

mein Weltenbild stürzt langsam ein,

denn Du und ich – das könnt' es sein!

 

Noch niemals ging so etwas gut,

Blind Dates, die hatte ich genug

und jedes Mal hab ich gedacht,

hätt’ ich das bloß nie gemacht!

 

Doch nun bin ich ganz aufgelöst,

seit Stunden dauerhaft nervös,

Katastrophenalarm, was soll ich nur tun

und was überhaupt denkst Du denn nun?

 

Vermutlich ist es gar nicht wahr,

wär’ die Angst nicht plötzlich da,

schlägt mein Herz nicht viel zu schnell?

Ich denk kurz zurück – ein schönes Gefühl!

 

Ein gemeinsamer Freund machte uns zwei bekannt,

doch war diese Geschichte ganz anders geplant.

Nun sehe ich schon das Ende vor dem Anfang,

nur der Gedanke an Dich wirft mich voll aus der Bahn.

 

Was mach ich nur, wenn Du mich fragst,

was ist, wenn Du mich gar nicht magst?

Glaub’ nicht, dass ich’s ertragen kann,

schau atemlos den Hörer an

und weiß, was ich Dir sagen will:

„Du & ich – ein schönes Gefühl“

                                               (c.s.)

Ohne Ziel

 

Hast Du je in Deinem Leben

spüren müssen, wie es ist,

allein zu sein, mit Deiner Liebe,

wenn das Schicksal Dich vergisst?

 

Hast Du je in Deinem Leben

versuchen müssen, zu verstehen,

dass Hoffnung Dich nicht glücklich macht,

da auch Träume oft vergehen?

 

Hast Du je in Deinem Leben

den Sprung nach vorn gewagt,

mit aller Kraft gekämpft

und nie Dein Leid beklagt?

 

Hast Du je in Deinem Leben

dann zeigen können Deine Wut,

wenn man Dich zu sehr verletzt -

weiße Rosen voller Blut!

 

Doch verlierst Du Deinen Glauben,

brechen Schatten sich im Licht,

fängt der Himmel an zu weinen

und Du denkst – kein Land in Sicht!

(c.s.)

 

 

Verraten, verloren …

 

Sechs Jahre lang hab‘ ich gekämpft,

sechs Jahre lang allein im Sturm,

durch seine Kindheit abgebremst,

doch was weißt du denn schon davon?

 

Nach dieser schrecklich langen Zeit

willst Du ihn plötzlich wiederseh’n,

denn er ist groß und du bereit,

um alte Wege neu zu geh’n...

... und ich schau auf dieses Bild,

dass ihn als kleinen Jungen zeigt,

mal traurig, lieb und oft auch wild,

Verantwortung, die ewig bleibt.

 

Für mich ist hier kein Platz für dich,

als Vater hast du längst versagt,

vergessen, verzeihen – das kann ich nicht,

schon gar nicht, weil mein Sohn dich mag.

 

Er sieht mich an, versteht mich nicht,

ich spür die Ohnmacht und den Zorn,

es war auch deine gottverdammte Pflicht,

du hast uns verraten, ich habe verloren...

... und ich hör noch jedes Wort,

das du sagtest, als du gingst,

Freiheit brauchst du und willst fort,

weil dir dein Leben mehr noch bringt.

 

Doch ein paar Stunden Abenteuer

sind für den Kleinen nicht genug,

im Alltag brennt das stärkste Feuer,

was du nun tust ist Selbstbetrug.

 

Nur einmal wieder Vater sein,

mit dieser schönen Illusion,

ich werde dir niemals verzeih’n,

verraten und verloren...

... schau dann suchend auf das Bild,

das ihn zeigt als kleines Kind,

mal traurig, lieb und oft auch wild,

das hast du dir nicht verdient!  

                                                (c.s.)

 

 

 

Bruder der Braut

  

Ich seh' noch, wie sie vor mir steht,

im weißen Kleid - ganz durchgedreht,

mit strahlenden Augen, beneidenswert schön,

wird sie nun aus Liebe den Weg weitergeh`n.

Sie gab ihm ihr Wort und ich wünsche ihr sehr,

dass sie glücklich wird  und   noch viel mehr....

 

Dann macht sie uns beide still lächelnd bekannt,

sie ist Deine Schwester und wartet gespannt,

wir schauen uns an, wir kennen uns nicht,

und ich seh' die Hoffnung in ihrem Gesicht,

umringt von den Menschen in diesem Raum

trifft sich unser Blick, wir merken es kaum.

 

In diesem Moment ist es plötzlich ganz still,

wir reden zwar nicht, aber sagen doch viel.

Ich würde gern fragen: "Spürst Du es denn auch?",

doch ich seh' Dich nur an, mit Kribbeln im Bauch.

Dann irgendwann später nimmst Du mich an die Hand

und beim Tanz in die Nacht berührst Du mich sanft.

 

Ich kann nicht mehr denken, höre nur die Musik

und ich fühle die Wärme, die Du mir gibst.

So gern möcht' ich bleiben, doch ich muss leider geh'n,

Gefühle in Aufruhr, die wir nicht versteh'n.

Du warst für mich nur der Bruder der Braut,

doch ich hab' Dir zu tief in die Augen geschaut...

 

Ein Küsschen zum Abschied - wird es mehr irgendwann?

Ich wünsche es mir - bei diesem Mann!

                                         (c.s.)

(Veröffentlichung im Dezember 2013 - Papierfresserchens MTM Verlag)

 

 

 

Hand in Hand

 

Mit zitternden Händen und Sehnsucht in mir,

such ich schon seit Tagen den Weg nah bei dir.

Nun bist du gleich da und ich weiß noch nicht,

ob durch diese Begegnung ein Traum dann zerbricht.

 

Was wird wohl geschehen, ich hab solche Angst,

ich bitte dich, halt mich, wenn du es kannst.

Dann stehst du vor mir mit gleichem Gefühl,

Beginn einer Freundschaft, ganz langsam und still.

 

Es scheint mir so sicher, so ruhig und vertraut,

doch lieben tut weh, wenn man daran glaubt.

Worauf soll man hoffen, was kann endlos sein,

mit der Liebe im Herzen ist man zu oft allein.

 

Es scheint nicht für immer, es zählt nur das jetzt,

der Weg unseres Lebens steht doch vorher schon fest.

Kein Platz mehr für Fragen, Vernunft, ja das passt,

die Kraft der Versprechen setzt die Segel halbmast.

 

So bin ich nicht sicher, ob wir sicher sind,

für immer verloren, auch wenn man gewinnt.

Ein fragender Blick…zum Himmel gewandt…

Illusionen der Nacht führen uns…Hand in Hand!

                                                               (c.s.)

 

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